Nachrichten, gut oder schlecht?

Ehrlich, wenn ich mal ein paar Tage nicht im Land bin und wieder komme…. und in der Ferne keine Nachrichten schauen konnte… frag ich mich jedes Mal: Was hab ich verpasst.?

Wenn ich wieder zu Hause bin, dann schalte ich die Nachrichten an und merke, dass all die Infos, die ich dort bekomme, nicht wirklich gebraucht hätte. Es ist zwar gut allgemeingebildet zu sein und zu wissen, was in der Welt abgeht… aber wofür das braucht man eigentlich das Weltwissen?

Was hab ich davon, zu wissen, dass der Politiker Obama aktuell in Europa unterwegs ist, oder das die FDP ein wildes Personalkarusell dreht?

Wenn ich morgen auf die Arbeit gehe… kann ich meine Arbeit gut machen, obwohl ich nicht weiß, was heute passiert ist, weil ich die Nachrichten verpasst habe? Muss ich wissen, dass In Peking wieder ein Sack Reis umgefallen ist?


Quelle: http://er.oeff.net/2009/sack-reis-umgefallen-china/

Auch wenn ich ein großer Fan unsere Tagesschau bin, frag ich mich jedes Mal, was ich mit dem Informationen anfangen soll, die mir da angeboten werden. Die werden irgendwo im Hirn abgelegt und warten auf Verwendung. Leider finde ich nicht viel Verwendung dafür, da mein Umfeld von anderen Faktoren bestimmt wird. Ich hab z.b. sehr intensiv die Katastrophe in Japan mitverfolgt, gelesen ohne Ende weil ich alles wissen wollte. Das hat mit psychisch mitgenommen, da ich mir andauernd vorstellen musste, wie man sich in einer solchen Situation fühlt und was ich an deren Stelle unternehmen oder machen würde. Die Bilder von traurigen Menschen und elend gingen mir nicht mehr aus dem Kopf. Ich hab mich also bekloppt gemacht auf gut Deutsch. Nur was hat mir das gebracht? Richtig, nichts, außer dass ich 4 graue Haare mehr habe. Hätte ich davon nichts mitbekommen, wäre mein Leben auch weiter gelaufen, weil ändern ich leider an der Tatsache auch nicht kann (auch wenn ich wollte… Die Natur ist stärker als ich…). Wobei bei dieser Information kann man sagen, dass es doch was bringt: Ich spende für die Hinterblieben.

Ich hab auch mittlerweile das Gefühl, dass viele Menschen mit dem Input an Infos nicht klar kommen. Tageszeitungen sind im Prinzip viel Sinnvoller als Fernsehnachrichten. Ich lese die Überschrift und entscheide für mich selbst, ob ich die Info haben möchte, weil ich sie für sinnvoll oder verwendbar finde. Bei den Nachrichten wird knüppelhart jeder Bericht über den Sehnerv in das Hirn eingebrannt, ob ich möchte oder nicht. JA ich weiß, ich könnte wegschauen wenn ich was nicht wissen möchte. Dann höre ich aber noch den Sprecher. Man kann sich also nicht verwehren. Also ist eine Tageszeitung nach meiner Definition das Beste Informationsmittel (bitte… TAGESZEITUNG und NICHT die BILD Zeitung!)

Noch mal zum Thema Tagesschau. Ich hab natürlich neben der Tagesschau mir auch schon anderen Nachrichten angeschaut und ich muss echt sagen: Die Tagesschau ist von der Darstellung und Interpretation der Sachverhalte am neutralsten und am besten. RTL mach daraus ne Show und dramatisiert vieles, RTL2… das geht ja gar nicht. 2 sec. wichtige Dinge und dann nur noch Infos für Show Biz und co.. Sorry, das sind keine Nachrichten. Definitiv nicht. Sat 1 ist im direkten Vergleich in dem Privaten Sender Bereich noch am neutralsten.

Selbst NTV und N24 enttäuscht mich mittlerweile. In Sachen Wirtschaftinfos sind die definitiv ok. Aber wie die über das Restliche Geschehen in der Welt berichten… Dramatik pur. Keine Neutralität sondern sie versuchen mit der Art der Darstellung den Zuschauer zu beeinflussen. Hat man gerade wieder in der Japan Geschichte mitbekommen. Andauernd werden irgendwelche Experten eingeblendet und befragt. Soweit noch ok. Wenn die Experten aber nicht das Endzeitszenario darstellen, werden sie kurz gehalten und direkt ausgeblendet.

Fazit: Nachrichten sollen neutral Bericht erstatten und es soll nicht durch die Nachrichten ein Ereignis erzeugt werden, was in der Form überhaupt nicht existiert.

So, dass musste ich jetzt mal loswerden.

Gruß Hexo

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