Köpfhörer im Megatest

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Manchmal übertreib ich ein wenig….
Ich bin ein kleiner Musikjunky, das war mir klar. Deswegen hab ich auch einen 16GB Ipod, dass ich immer und überall meine Musik dabei haben kann. Doch was bringt mir ein guter Player, wenn man keine anständigen Kopfhörer hat? Nix. Deswegen hab ich, seit dem ich einen Ipod habe, das Problem, die geeignete Köpfhörer zu finden, die mir einerseits einen guten Klang bieten und aber noch bezahlbar sind. Achso und im Ohr halten sollten sie auch noch. Das nächste Problem für mich. Normale Kopfhörer, wie z.b. die von Apple mitgelieferten Kopfhörer halten bei mir im rechten Ohr leider nicht so gut und fallen relativ schnell raus. Also muss eine Alternative her.

Philips SHS 3200 Sport

Also hab ich vor ca. 2 Jahren mit dem Philips SHS 3200 Sport angefangen, den ich von einem Kollegen bekommen habe. Damals nutzte ich den noch in meinem alten MP3 Player.
Fakts:Philips SHS 3200 Sport

  • Übertragungsbereich von bis [Hz]:20 bis 20.000 Hz
  • Empfindlichkeit: 100 dB

Vom Klang her sind die Kopfhörer leider nicht so toll. Keine Dynamik im Klangbild. Alles kling ein wenig dumpf. Positiv ist die Halterung. Beim Sport fällt der Höherer überhaupt nicht runter. Ist auch fast nicht möglich bei der Geometrie ^^

Naja, was für den Kopfhörer spricht ist seine Bearbeitungsstabilität. Simpel gebaut, macht ihm Schweiß und ähnliches im Prinzip keine wirklich großen Probleme. Soviel ist klar. Allerdings bei längerem Einsatz merkt man ein wenig drücken am Ohr. Für meinen Geschmackt ist die Konstruktion ein wenig zu steif. Ein bisschen Flexibler wäre schöner gewesen. Dann hätte man vielleicht auch besser die Ohrhörerposition definieren können. Für einen Langfristigen Einsatz waren die Kopfhörer also leider gestorben. Da war fast klar, dass andere Hörer her mussten.

Philips SHS 8000 Sport

Schnell war für mich klar, dass ich, aufgrund der genialen Halterung, wieder einen Philips mit holen würde. Ich enschied mich für den Philips SHS 8000 Sport
Fakts:

  • Übertragungsbereich von bis [Hz]: 6 bis 23.500 Hz
  • Empfindlichkeit: 102 dB

Philips SHS 8000 Sport
Ein „In Ear“ Kopfhörer. Der Hörer verschließt so gut wie, den kompletten Gehörgang. Man kann sich komplett der Musik hingeben. Was im direkten vergleich auffällt ist, dass der Frequenzbereich deutlich größer ist. Der Klang war für mich damals auf jeden Fall absolut befriedigend. Der Tiefbereich war ein wenig flach, was aber auch ein wenig damit zu tun hatte, dass der Hörer für den optimalen Klang auch optimal sitzen muss. Nach ein wenig Bewegung rutschte der Höhrer immer ein klein wenig aus der Hörmuschel. Damit ging das klangvolumen wieder ein wenig verlohren. Der größte negative Punkt des Kopfhörers fand ich die Ohrkappen. Die sind wechselbar und in drei verschiedenen größen dem Kopfhörer beigelegt. Leider lassen die Ohrkappen sich sehr sehr leicht lösen, was zur Folge hat, dass ich in einem Urlaub eine Ohrkappe verlohr. Dann sind die Hörer absolut nicht mehr zu gebrauchen. Theoretisch sind noch zwei weitere paare im Lieferumfang… das ist auch so, aber das sind unterschiedlich groß. Das heißt, das „Optimale“ paar für mich war weg. Schade.  Sporttauglich sind sie aber nicht. Beim training im Fitnessstudio ist anscheinende auf die Dauer gesehen, zuviel Schweiß in den Höhrer gekommen, so das der rechte Höhrer den Geist aufgegeben hat. Soviel zum Thema: Sporttauglichkeit. Also kommen jetzt die nächsten Kopfhörer….

Sennheiser MX 55 Street

Für mir war sehr schnell klar, dass ich diesmal Sennheiser ausprobieren wollte. Preislich fand ich die Köpfhörer Sennheiser MX55 Street sehr interesannt. Zusätzlich bringen sie ein feature mit, welches ich so bis jetzt noch nicht kannte: Das Twist to fit Syste, was einen bestmöglichen Sitz ermöglichen soll.

Fakts:

  • Übertragungsbereich von bis [Hz]: 17 – 21000
  • Schalldruck [dB]: 115

Der Hörer sieht durch das System zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig aus, aber es funktioniert bei mir perfekt. Ich hab alle kombinationsmöglichkeiten ausprobiert um den bestmöglichen halt zu haben. Nach ein wenig üben hat man es aber relativ schnell raus. Der Klang der Hörer ist im direkten vergleich zu den SHS 8000 definitiv besser. Das Klangvolumen ist gut. Die Basse kommen aber leider nicht so gut rüber. Liegt wohl darin, dass es „nur“ normale Kopfhörer sind. Egal. Dafür sind die Höhen sauber. Aber die Höhrer hab ich nach ca. 3 Monaten Einsatz ganz schnell wieder abgeschoben (bzw. in die Schublade geschoben. Warum? Das Kunststoffteil am Twist-to-fit System ist ebenfalls variabel und kann ausgetauscht werden. Allerdings ist die Konstruktion so doof, dass man das Kunsstoffteil sehr schnell verliehrt. Beispiel: Beim Flug von Frankfurt nach New York hab ich 4 mal die Einzelteile vom Hörer im Flugzeug suchen müssen ^^. Nicht schön. Irgendwann hab ich dann einen Twist-to-Fit Satz verlohren, sowie noch einen Aufsatz… Im Dezember hab ich mich dann, nachdem ich auf die MX 55 keine Lust mehr hatte… für den Nachfolger Sennheiser MX 85 Sport 2 entschieden.

Sennheiser MX 85 Sport II


Fakts:

  • Übertragungsbereich von bis [Hz]: 18 – 21000 Hz

 

Ich bin jetzt einfach mal davon ausgegangen, dass Sennheisser aus den Fehlern lernt und den Kopfhörer konstruktiv optimiert. Und das haben sie. Qualitativ liegen zwischen dem MX55 und dem Sennheiser MX 85 Sport 2 Welten. Das Kabel ist höherwertig und wickelt sich nicht selbstständig dauernd auf, das Twist-to-fit System wurde geändert, dass der Druck im Ohr extrem minimiert wird. Selbst nach Stunden mehr man nicht, dass man Kopfhörer im Ohr hat. Dann fällt das Twist-to-Fit System gar nicht mehr vom Kopfhörer. Klangmäßig hat Sennheiser auch nochmal nachgelegt. Sehr geile Höhen. Wenn der Hörer im Ohr sitz, kommen die Bässe auch kräftig und klar rüber. Typisch Sennheiser sag ich mal. Aber der Hörer muss für den optimalen Klang auch perfekt in der Höhrmuschel sitzen. Und da haben normale Kopfhörer leider das Nachsehen gegen In-Ear Lösungen. Wenn ich mich beim Sport bewege, verrutscht der MX85 minimal. Der Klang bleibt zwar gut, aber wird deutlich leiser. Ergo: Man muss lauter drehen. Im Prinzip kein Problem. Zusätzlich geht die Klangdynamik leider runter weil der Bass nicht mehr so Kraftvoll ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass man vermehrt Außengeräusche wahrnimmt. Ich mag das nicht. Gerade beim Sport im Fitnessstudio möchte ich nur die Musik hören und keine anderen Geräusche.

Also zusammengefasst ist der Sennheiser MX85 ein sehr sehr guter Kopfhörer mit sehr guten Klangeigenschaften wenn der dann gut im Ohr positioniert ist.

Allerdings bin ich im Fitnessstudio sehr damit beschäftigt, die Sitzpostions des Kopfhörers zu korrigieren, dass ich noch was anderes ausprobieren wollte. Nach ein wenig im Internet rumsuchen und Kritiken vergleichen, bin ich auf den Creative EP 830 und Koss the Plug 07 gestoßen.

Creative EP 830

Fakts:

  • Frequenzumfang: 6 Hz – 23 kHz
  • Empfindlichkeit (bei 1 kHz): 106 dB/mW

Ich hab den Hörer jetzt eine Woche in Gebrauch und täglich genutzt.

Subjektiv würde ich behaupten, dass der Klang im Verhältnis zum Sennheiser ein wenig schlechter ist. Die Höhen wirken nicht so klar, der Bass hingegen ist dafür besser. Ich würde behaupten, dass der Klang sogar ein wenig dumpf ist. Die Kopfhörer sitzen bei mir perfekt im Ohr ohne das sie bei einer Bewegung rausfallen. Der Tragekomfort ist sehr gut. Selbst nach Stunden tun sie nicht weh oder stören. Insgesamt ein solider Kopfhörer ohne Ecken und Kanten. Man kann damit nichts falsch machen, darf aber keine Wunder erwarten.

Koss the Plug 07

Fakts:

  • Frequenzumfang: 10 Hz – 20 kHz
  • Empfindlichkeit (bei 1 kHz): 110 dB/mW


Die Form des „Koss the Plug 07“ ist schon ein wenig lustig. Der Vordere Teile des Kopfhörers ist zur Geräuschminderung aufgebaut wie ein Industryohrstöpsel. Und genau das ist auch das Ziel vom Koss. Man muss den Hörer ein wenig zusammenknullen, ins Ohr einführen und warten, bis der Schaumstoff sich ausgedehnt hat. Der komplette Gehörgang wird damit verschlossen. Von außen kann man fast keine Geräusche mehr wahrnehmen. Sehr geil. Wenn man den Hörer „eingeführt“ hat, ist man im ersten Moment ein wenig vom Klang enttäuscht. So ging es mir auf jeden Fall. Aber wenn der Kopfhörer sich fertig ausgedehnt hat (was ein paar sec. dauert) wird man von einem sehr guten Tiefbass begrüßt. So einen knackigen Bass hab ich schon lange nicht mehr gehört. Allerdings auch hier: Die Höhen sind ein wenig dürftig. Sie sind nicht schlecht, könnten aber besser sein. Was ich sehr positiv finde: Dadurch, dass man durch den abgeschirmten Gehörgang keine Außengeräusche wahrnimmt, braucht man für einen unbeschwerten Musikgenuss den Player nicht so laut drehen, was dem Trommelfell auf Dauer zu Gute kommt. Im Fitnessstudio genial. Man hört nicht anderes als seine Musik. Genau so soll es sein. Zusätzlich ist der halt im Ohr so perfekt, dass der Koss nicht rausfällt oder seine Postition im Ohr verändert. Selbst bei anstrengenden Bewegungen bleibt der Koss, da wo er Saß. Quasi bleibt auch der Klang dadurch unverändert. Allerdings denk ich, dass von der Hygiene her, der Hörer negativ sein kann. Auch bei guter Pflege der Ohren, kann „Schmalz“ am Schaumstoff zurück bleiben. Gut, bei meinen Test war dies bis jetzt noch nicht der Fall, aber ich kenn das von Gehörstöpseln.

Fazit:

Vom Klang her ist der Sennheisser MX 85 unangefochten die Nr.1 mit der Einschränkung, dass der Kopfhörer dafür im Ohr optimal sitzt und auch sitzen beleibt. Mit knapp 40 Euro auch der teuerste im Feld.

Als Allrounder ist der Creativ EP-830 der beste. Klang ok, Sitz ok. Allerdings mit 30 Euro auch nicht der Günstigste. Trotzdem lohnt sich die Investition!

Als Spar- und Geheimtipp kann ich den Koss „The Plug 07“ empfehlen. Klasse Idee mit dem Schaumstoff und vom Klang her auch Ok. Mit gerade mal 10 Euro ein richtiges Schnäppchen.

Jetzt wird noch der Dauertest zeigen, ob der erste Eindruck sich bewahrt. Das kann ich aber erst in ein paar Wochen sagen….

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